Grußwort des Kreises Schleswig-Flensburg

Die Schleswiger Märchentage, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des 200-jährigen Jubiläums der Brüder Grimm stehen, sind seit 1998 eine feste Größe im Kulturangebot unserer Schleistadt. Auch in diesem Jahr laden wir kleine und große Zuhörer in zahlreichen Einzelveranstaltungen dazu ein, sich in die Welt der Märchen und Geschichten entführen zu lassen.

Ursprünglich waren Märchen Geschichten für Erwachsene. Da es keine Medien gab, versuchten die Menschen aus ihren Erfahrungen, die Weisheiten an die Gesellschaft weiterzugeben. Die Unterhaltung dabei war eher Nebensache, das Wichtigste war, Menschen damit in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. Das Märchen war somit eine Lebensanleitung in einer Zeit, in der es weder Bücher noch Radio gab und in der die meisten Menschen noch nicht einmal lesen und schreiben konnten. Märchen erzählen ihre Geschichte in einer Bildersprache und stellen eine Verbindung zu unserem seelischen Erleben her. Um erkennbar zu werden, muss sie entschlüsselt werden. Märchen bieten also Bilder, um eigene seelische Vorgänge darin mit zu erleben.

Liebe Besucherinnen und Besucher der Schleswiger Märchentage 2012, tauchen Sie in diesem Sinne ein in die magische Welt der Märchen, von der schon Albert Einstein sagte: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Schleswig, im Mai 2012



Eckhard Schröder

Kreispräsident